Leitfaden zum Wissenschaftlichen Arbeiten

Inhaltsverzeichnis

 

1. Einleitung

1.1 Zielgruppe

1.2 Aufbau des Skripts 

 

2. Prinzipien und Techniken Wissenschaftlichen Arbeitens

2.1 Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn

2.2 Allgemeine Qualitätskriterien

2.3 Plagiate

2.4 Zitierfähigkeit und Zitierwürdigkeit von Quellen

2.5 Arten von Quellen

2.6 Zitieren

2.7 Quellenverzeichnis

 

3. Formaler Aufbau der Arbeit

3.1 Deckblatt

3.2 Verzeichnisse

3.3 Wissenschaftliche Ausarbeitung 

3.4 Anhänge

 

4. Inhaltliche Struktur der Arbeit

4.1 Gliederung

4.2 Einleitung

4.3 Grundlagen

4.4 Inhaltliche Hauptkapitel

4.5 Schlussbetrachtung

 

5. Bewertungskriterien

5.1 Formalkriterien

5.2 Methodeneinsatz

5.3 Inhaltskriterien

 

6. Projektmanagement

6.1 Aufgaben- und Zielplanung

6.2 Motivationspapier

6.3 Kommunikation mit dem Betreuer

 

7. Anhang

7.1 Links / Literaturempfehlungen

7.2 FAQ

 

 


1. Einleitung

1.1 Zielgruppe 

 

Diese Publikation richtet sich an Studierende, die eine wissenschaftliche Arbeit (Hausarbeit, Abschlussarbeit etc.) zu erstellen haben und sich kompakt mit den Spielregeln wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen möchten. 

 

Dies ist keine wissenschaftliche Publikation, sondern ein Lehrbuch. Entsprechend können sich Sprachstil und gewisse formale Umsetzungen von denen wissenschaftlicher Publikationen unterscheiden, insbesondere wird nicht so dicht zitiert, wie es in wissenschaftlichen Publikationen notwendig ist. 

  

Viel Erfolg beim wissenschaftlichen Arbeiten!

 

 

1.2 Aufbau des Skripts

 

Zu jeder akademischen Ausbildung gehört das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten. Im Rahmen dieser Publikationen werden insbesondere die formalen Regeln für wissenschaftliches Arbeiten und die Organisation entsprechender studentischer Projekte dargestellt. Die vorliegende Abhandlung ist als Einführung gedacht und interdisziplinär zu verstehen. Spezielle Forschungsmethoden der unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen (Empirie, Experimente, Prototyping etc.) werden nicht dargestellt. 

 

 

Der Erfolg bei der Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab, der Einhaltung formaler Anforderungen (Kapitel 2 und 3) sowie der Entwicklung und Umsetzung eines fachlich guten Ergebnisses (Kapitel 4 und 5).  Darüber hinaus spielt ein gutes Projektmanagement eine große Rolle für das Gelingen solch anspruchsvoller Studienarbeiten (Kapitel 6).


2. Prinzipien und Techniken Wissenschaftlichen Arbeitens

2.1 Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn

 

Wissenschaftlicher Fortschritt entsteht durch den Erkenntnisgewinn im Rahmen wissenschaftlicher Forschung. Es gibt kaum noch wissenschaftlichen Fortschritt, der alleine auf den Arbeiten Einzelner entsteht. Nicht nur, dass im Team geforscht wird, auch die Akzeptanz von wissenschaftlichen Ergebnissen ist erst gegeben, wenn die Forschungsgemeinschaft die neuen Erkenntnisse auch überprüft und akzeptiert hat. Daher ist eine präzise Kommunikation von wissenschaftlichen Erkenntnissen unablässig. 

 

Vor diesem Hintergrund gibt es akzeptierte Spielregeln in der Wissenschaftsgemeinschaft, die für alle Arten von wissenschaftlichen Ausarbeitungen gelten. Hierzu zählen insbesondere:

  • ein sachorientierter Sprachstil
  • überprüfbare Schlüsse und Methoden
  • konsequente Nutzung von Primärquellen
  • offene Diskussion

Hieraus entstehen eine Reihe von konkreten Anforderungen und Arbeitstechniken, die im Folgenden dargestellt werden.

 

 

2.2 Allgemeine Qualitätskriterien

 

Für die Erstellung wissenschaftliche Arbeiten gelten eine Reihe von Qualitätskriterien, die ausschlaggebend für die Benotung dieser sein können. Beispielhaft seien genannt:

 

  • Ehrlichkeit: Verweisen Sie auf alle Quellen, die Sie genutzt haben
  • Überprüfbarkeit: Stellen Sie alle Quellen überprüfbar dar und dokumentieren Sie Ihre Schlüsse sorgfältig
  • Verständlichkeit: Klare Sprache fördert klares Denken und klare Kommunikation. Die Adressaten der Arbeit müssen Ihre Aussagen eindeutig verstehen (Sprachstil!).
  • Relevanz: Bleiben Sie bei einem klaren roten Faden, der dem Titel und der Zielsetzung der Arbeit entspricht. Nicht alles, was Sie interessant finden, ist für die Arbeit relevant.

 

Es gibt keine wirkliche Objektivität bei der Erstellung wissenschaftlicher Texte, allerdings sollte immer ein möglichst neutraler Blick eingenommen werden und von normativen Aussagen Abstand genommen werden. Wer Vorteile nennt, muss auch Nachteile nennen. Wer Chancen nennt, muss auch Risiken nennen. Usw.

 

 

2.3. Plagiate

 

Das Thema „Plagiate“ ist nicht erst seit den großen öffentlichen Affären von Politikern ein viel diskutiertes und verfolgte Thema in der Wissenschaftsgemeinschaft. Das Abgeben von Plagiaten ist eine schwere Form von Betrug und Gutachter werden hier „kein Auge zudrücken“. Wer Plagiate abgibt, muss mit ernsten Konsequenzen rechnen. Eine mangelhafte Bewertung einer Arbeit ist nicht das einzige Risiko. Rechtlich gesehen drohen zivilrechtlich und strafrechtliche Konsequenzen. Auch Exmatrikulationen hat es schon gegeben und wurden von Gerichten bestätigt. Darüber hinaus sollte man auch an die eigenen Image-Schäden denken, den entsprechende Vergehen bleiben nicht unbedingt geheim.

 

Das Vermeiden von Plagiaten ist dabei gar nicht so schwierig. Grundsätzlich gilt:

 

  • Fremde Inhalte dürfen bzw. sollen ausdrücklich verwendet werden!
  • Erst das Fehlen eines Verweises auf fremden Ursprung machen ein Plagiat aus!
  • Alle Inhalte ohne Quellenangabe werden automatisch dem Autor zuzuordnen. Unkenntnis oder Fahrlässigkeit des Autors sind für ein Plagiat unerheblich!

 

Für ein Plagiat sind weder Vorsatz noch Verschulden erforderlich!

 

Hinsichtlich des Umfangs werden unterschieden:

 

  • Vollplagiat (einige gesamt Arbeit ist „geklaut“)
  • Teilplagiat (einzelne Passagen wurde kopiert)

 

Beispiel:

 

Ein Studierender gibt folgenden Text ab:

 

Die Entwicklung des Begriffs der Homöostase sowie die Erkenntnis, daß Appetite einen guten Hinweis auf die tatsächlichen Bedürfnisse oder Mängel des Körpers darstellen, müssen revidiert werden.

 

In der Originalquelle findet sich folgender Text:

 

Die Bedürfnisse, die man gewöhnlich als Ausgangspunkt der Motivationstheorie benützt, sind die sogenannten physiologischen Triebe. Zwei jüngste Forschungsrichtungen machen es notwendig, unsere gewohnte Betrachtungsweise dieser Bedürfnisse zu revidieren: erstens die Entwicklung des Begriffs der Homöostase und zweitens die Erkenntnis, daß Appetite (bevorzugte Nahrung) einen ziemlich guten Hinweis auf die tatsächlichen Bedürfnisse oder Mängel des Körpers darstellen.

 

Die korrekte Darstellung wäre:

 

Maslow betont, dass die Entwicklung des Begriffs Homöostase sowie die Erkenntnis, dass Appetite „... einen ziemlich guten Hinweis auf die tatsächlichen Bedürfnisse oder Mängel des Körpers darstellen“ 23 zu revidieren sind.

 

----------

23 Maslow (2005), S. 62

 

Es ist ja ausdrücklich gewünscht, dass mit Quellen gearbeitet wird und daher ist Plagiieren oft in erster Linie schlechtes Handwerk, das aber klar als Betrug gewertet wird.

 

 

2.4 Zitierfähigkeit und Zitierwürdigkeit von Quellen

 

Jede wissenschaftliche Arbeit ist darauf angewiesen, Arbeiten anderer Wissenschaftler mit in die Überlegungen einzubeziehen, also auf bestehendem Wissen aufzubauen. Dazu müssen formale Regeln (Zitierfähigkeit) eingehalten und Qualitätsanforderungen (Zitierwürdigkeit) an die genutzten Quellen berücksichtigt werden. Jede verwendete Quelle muss außerdem als solche gekennzeichnet werden. Alle nicht durch entsprechende Zitate gekennzeichneten Textpassagen werden automatisch dem Autor selbst zugeordnet. 

 

Zitierfähigkeit

 

Alle Quellen, die in einer wissenschaftlichen Hausarbeit verwendet werden, müssen zitierfähig sein. Als wesentliche Kriterien für die Zitierfähigkeit einer Quelle gelten:

 

  • Die Quelle muss veröffentlicht sein - das Dokument muss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sein (z. B. Publikation durch einen Verlag).
  • Die Quelle muss nachvollziehbar sein - das Dokument muss eindeutig identifizierbar sein (erfolgt z. B. durch die Angabe von Autor, Titel, Verlag, Ort etc.).
  • Das Material muss kontrollierbar sein - der zitierte Inhalt muss leicht überprüfbar sein (z. B. durch eine exakte Seitenangabe).

 

 

Zitierwürdigkeit

 

Geht es bei der Zitierfähigkeit um die formalen Aspekte, so geht es bei der Zitierwürdigkeit um die qualitative wissenschaftliche Verwertbarkeit von Quellen. Die Entscheidung, ob eine Quelle zitierwürdig ist, ergibt sich aus der jeweiligen Zielgruppe der Quelle. Wissenschaftliche Literatur (Zielgruppe ist Forschung und Lehre) erfüllt die Anforderungen der Zitierwürdigkeit. Nicht wissenschaftliche Literatur (z. B. Tageszeitungen, nicht wissenschaftliche Fachzeitschriften) sind im Grundsatz dazu nicht zitierwürdig. Allerdings sind Ausnahmen möglich. Wenn es beispielsweise zu bestimmten Fragestellungen überhaupt keine wissenschaftlichen Publikationen gibt, können in der Regel andere, sachorientierte Quellen, hernagezogen werden. Dies sollte aber auch mit dem Betreuer abgestimmt werden.

 

 

2.5 Arten von Quellen

 

Bei der Betrachtung der Zitierfähigkeit sind drei Arten von Quellen zu unterscheiden:

  • Primärquellen: Publikation eigenständig erarbeitete wissenschaftlicher Erkenntnisse durch den Autor (in Dissertationen, Monografien zu einem Forschungsthema usw.)
  • Sekundärquelle: Publikationen, die Primärquellen nutzen bzw. zum Betrachtungsgegenstand haben. Hier werden fremde Inhalte zitiert und für eigene Überlegungen genutzt
  • Tertiärquellen: Fassen wissenschaftliche Themenbereiche ohne neuen Erkenntnisgewinn zusammen und sollen diese Inhalte in erster Linie vermitteln (z. B. Lexika, Wikipedia, Lehrbücher)

Es dürfen nur Primärquellen zitiert werden, weil sonst die Gefahr der Verfälschung wissenschaftlicher Aussagen über die „stille Post“ zu befürchten ist. Die Abweichung von dieser Regelung stellt einen schweren Formalfehler dar. Das Zitieren von Wikipedia oder anderen lexikalischen Werken ist ausdrücklich nicht gestattet.

 

 

2.6 Zitieren

 

In der Wissenschaft haben sich unterschiedliche Zitierweisen etabliert. Gemein ist allen Zitierweisen, dass sie über präzise Darstellungsregelungen die Einhaltung der Zitierfähigkeit sicherstellen. Beispiel sind:

  • Klassische Harvard Zitierweise
  • Modifizierte Harvard Zitierweise
  • Auto-Stichwort-Jahr-Zitierweise
  • Kurzzitierweise mit Namenskürzel
  • Kurzzitierweise mit numerischem Index

Während bei Langzitierweisen an jedem Zitat die gesamten Quelleninformation direkt platziert wird, trennen Kurzzitierweisen zwischen einer kurzen Kennzeichnung und Identifikation des Zitats und der detaillierten Aufführung der Quelle im Quellenverzeichnis. 

 

Grundsätzlich gibt es nicht die richtige oder falsche Zitierweisen, sondern nur mehr oder weniger sinnvolle. Die Zitierweise wird üblicherweise vom Betreuer vorgegeben und orientiert sich oft an den Vorgaben der Hochschule. Im folgenden wird die modifizierte Harvard-Zierweise verwendet. Anders als die Klassische Harvard-Zitierweise, in der die Kennzeichnung von Zitaten direkt im Text in Klammern erfolgt, werden bei der Modifizierten Harvard-Zitierweise Zitate im Text mit Fußnoten gekennzeichnet.

 

 

Modifizierte Harvard-Zitierweise

 

Eine gängige und in studentischen wissenschaftlichen Arbeiten oft genutzte Zitierweise ist die Modifizierte Harvard-Zitierweise. Wie oben bereits angesprochen, wird hier mit Fußnoten im Text gearbeitet und das jeweilige Zitat in der Kurzform Autor (Jahr) mit der entsprechenden Seitenangabe kombiniert. 

 

Beispiel:

Maslow betont, dass die Entwicklung des Begriffs Homöostase sowie die Erkenntnis, dass Appetite „... einen ziemlich guten Hinweis auf die tatsächlichen Bedürfnisse oder Mängel des Körpers darstellen“23 zu revidieren sind.

 

----------

23 Maslow (2005), Seite 62

 

Damit die Quellenangabe nachvollziehbar und kontrollierbar wird, muss im Anhang ein vollständiges Quellenverzeichnis aller Quellen erstellt werden (vgl. nachfolgender Abschnitt).

 

Die folgenden Beispiele werden anhand dieses Schemas dargestellt.

Damit die Zitate kurz bleiben, gibt es bei Werken, die von mehreren Autoren geschrieben wurden Regeln für die Kürzung: 

 

  • Ein Autor: Der Nachname des Autors erscheint in der Fußnote. Beispiel: Kern (2014)
  • Zwei Autoren: Der Nachname der beiden Autors erscheinen in der Fußnote. Beispiel: Kern / Meier (2014)
  • Mehr als zwei Autoren: Der Nachname des erst genannten Autors erscheint zusammen mit einem „et al.“ (lateinisch et alii für „und andere“) in der Fußnote. Beispiel: Kern et al. (2014)

 

Sofern ein Autor oder ein Autorenteam mehrere Publikationen im selben Jahr veröffentlicht haben, sind die Fußnoten nicht mehr eindeutig im Quellenverzeichnis zuzuordnen. Daher differenziert man diese Publikationen, in dem an das Jahr fortlaufend arabische Kleinbuchstaben angehängt werden:

 

Beispiel:

  • Kern (2011a)
  • Kern (2011b)

Analog muss entsprechend im Quellenverzeichnis gearbeitet werden.

 

 

Direktes und indirekte Zitat

 

Beim Zitieren werden direkte und indirekte Zitate unterschieden. Direkte Zitate werden sind wörtliche Auszüge aus einer Primärquelle. Entsprechend werden diese Zitate oft auch „wörtliche Zitate genannt. Im Text wird der wörtlich übernommene Teil in Anführungszeichen gesetzt, dem dann ein Fußnotezeichen folgt. In der Fußnote wird dann entsprechend auf die Quelle hingewiesen (vgl. Beispiel oben). 

 

Direkte Zitate werden üblicherweise seltener eingesetzt als indirekte. Sie werden gerne in Einleitungen benutzt oder wenn Begriffe oder Aussagen miteinander verglichen werden, etwas bei reinen Literaturarbeiten.

 

Indirekte Zitate sind sinngemäße Zitate, d.h. die Aussagen aus Primärquellen werden inhaltlich übernommen, umformuliert und mit anderen oder eigenen Aussagen kombiniert. Das Fußnotenzeichen wird dann an Ende der Aussage gesetzt. Anders als beim direkten Zitat muss die Fußnote mit einem „Vgl.“ beginnen! Andernfalls wird ein Formalfehler begangen. Beispiel:

 

Die Entwicklung des Begriffs Homöostase sowie die Erkenntnis, dass Appetite auf die tatsächlichen Bedürfnisse hinweisen oder Mängel des Körpers darstellen, müssen revidiert werden.23 

 

----------

23 Vgl. Maslow (2005), Seite 62

 

 

Seitenangaben in Zitaten

 

Seitenangaben in Zitaten sollen immer möglichst präzise erfolgen. 

 

 

Zitieren von Grafiken und Tabellen

 

Neben Texten können auch Grafiken oder Tabellen zitiert werden. Auch hier kann zwischen direktem und indirektem Zitat unterschieden werden. Ein direktes Zitat stellt die unveränderte Übernahme einer Grafik oder Tabelle aus einer Primärquelle dar. Das Fußnotenzeichen wird hier am Ende der Bezeichnung der Tabelle oder Grafik gesetzt (üblicherweise steht diese Bezeichnung direkt unter der Grafik). In der Fußnote wird dann entweder das klassische direkte Zitat verwendet oder es wird ein „Entnommen aus“ vorangestellt.

 

Beispiel:

 

Entweder

 

23 Kern (2011), Seite 62

 

Oder

 

23 Entnommen aus: Kern (2011), Seite 62

 

Sofern Grafiken oder Tabellen einer Primärquellen modifiziert werden, kann ebenfalls indirekt zitiert werden. Alternativ zum klassischen indirekten Zitat kann ein „In Anlehnung an“ vorangestellt werden.

 

Beispiel:

 

Entweder

 

23 Vgl. Kern (2011), Seite 62

 

Oder

 

23 In Anlehnung an: Kern (2011), Seite 62

 

Wichtig: Die Darstellung sollte über die gesamte Arbeit einheitlich sein.

 

 

Quellen ohne Seitennummerierung

 

Manche Quellen verfügen über keine Seitenangaben, insbesondere,wenn aus Internetseiten oder E-Books zitiert wird. Hier dürfen genaue Informationen zur zitierten Stelle nicht einfach weggelassen werden, sondern es muss dem Leser ein möglichst genauer Hinweis auf die Stelle gegeben werden. Statt der Seitenangabe kann dann beispielsweise zumindest ein Kapitel und / oder eine Überschrift angegeben werden. 

 

Beispiel:

 

23 Vgl. Kern (2014), Kapitel 2, Plagiate

 

 

2.7 Quellenverzeichnis

 

Im Quellenverzeichnis werden alle verwendeten Quellen der wissenschaftlichen Arbeit aufgeführt. Das Quellenverzeichnis - gerne auch als Literaturverzeichnis bezeichnet - wird alphabetisch nach dem ersten Autor sortiert.

 

Folgende Arten von Veröffentlichungen werden üblicherweise unterschieden und in einem einzigen Verzeichnis dargestellt:

 

  • Monografien
  • Fachzeitschriften
  • Sammelwerke
  • Internetquellen
  • Konferenzbeiträge
  • Herstellerinformationen und technische Dokumentationen

Bei der Darstellung der Quellen sind einige Grundregeln zu beachten. Grundsätzlich sind Autoren immer natürliche Personen. Institutionen schreiben keine Texte, sondern geben sie heraus. Daher sind diese auch immer entsprechend mit (Hrsg.) zu kennzeichnen (Details s. u.). Auch Personen können Herausgeber sein, insbesondere bei Sammelwerken und Tagungsbänden.

 

Für alle Veröffentlichungsarten gilt, dass sie von einem oder mehreren Autoren stammen können, lediglich das Publikationsmedium unterscheidet diese.

 

Es werden grundsätzlich zwei Darstellungsarten unterschieden.

 

1. Darstellung in tabellarischer Form

 

Beispiel:

 

        Mustermann (2003)

Mustermann, Manfred: Informationstechnologie, 6. Aufl., Musterverlag, München 2003


 

Einspaltige Darstellung

 

Beispiel:

 

Mustermann (2003): Mustermann, Manfred: Informationstechnologie, 6. Aufl., Musterverlag, München 2003

 

Nachfolgende Beispiele sind einspaltig dargestellt.

 

 

Monografien

 

Monografien sind umfangreiche Veröffentlichungen, die sich mit einer speziellen Thematik beschäftigen. Typische Bespiele sind Dissertation oder Forschungsberichte. Aufgeführt werden:

  • Name, Vorname des / der Verfasser(s)
  • Titel des Werks (immer vollständig angeben; sofern es sich um eine Dissertation handelt, ist hinter dem Titel die Abkürzung "Diss." in Klammern einzufügen)
  • Auflage (ab der 2. Auflage angeben und Auflage mit Aufl. abkürzen)
  • Erscheinungsort und -jahr (entspricht dem Verlagsort, hinter dem Erscheinungsort noch einmal das Erscheinungsjahr angeben)

Beispiel:

 

Mustermann (2003): Mustermann, Manfred: Informationstechnologie, 6. Aufl., Musterverlag, München 2003

 

 

Fachzeitschriften

 

Fachzeitschriften sind wissenschaftliche Zeitschriften, auch Journals genannt, die regelmäßig als Hefte erscheinen. Aufgeführt werden:

 

  • Name, Vorname des Verfassers / der Verfasser(s)
  • Titel des Aufsatzes
  • nach dem Titel ist der Zusatz "in:" einzufügen mit nachfolgend Name der Zeitschrift
  • Erscheinungsjahr und Jahrgang (Jg.)
  • sofern vorhanden, ist die Heftnummer (Nr.) anzugeben
  • Angabe der entsprechenden Seitenzahl(en) in der Ausgabe der Zeitschrift

 

Beispiel:

 

Mustermann (2011): Mustermann, Manfred: W, in: Wirtschaftsinformatik, 2011, Heft 4, S. 26 bis 39

 

 

Sammelwerke

 

Sammelwerke sind Fachthemen-bezogene Publikationen eines Herausgebers, in denen wiederum verschiedene Publikationen unterschiedlicher Autoren dargestellt werden. Aufgeführt werden:

 

  • Name, Vorname des Verfassers / der Verfasser(s)
  • Titel des Aufsatzes
  • nach dem Titel ist der Zusatz "in:" einzufügen mit nachfolgend Name Herausgeber mit Zusatz Hrsg. und vollständigen Titel des Sammelbandes
  • Erscheinungsort und -jahr des Sammelbandes
  • sofern vorhanden, ist den Bandnummer (Bd.) anzugeben
  • Angabe der entsprechenden Seitenzahl(en)

 

Im Quellenverzeichnis sind zwei Einträge notwendig, einmal das Sammelwerk und zusätzlich der eigentlich zitierte Aufsatz.

 

Beispiel: 

 

Mustermann (2008): Mustermann, Manfred: Betriebssysteme im Mobile Computing, in: Neumann, Günter (Hrsg.): Mobile Business in Theorie und Praxis, Musterverlag, München 2008, S. 21 - 64

Neumann (2008): Neumann, Günter (Hrsg.): Mobile Business in Theorie und Praxis, Musterverlag, München 2008

 

 

Internetquellen

 

Zunehmend werden wissenschaftliche Publikationen im Internet, teilweise sogar nur dort, veröffentlicht. Solche Publikationen liegen dort in aller Regel als PDF vor, manchmal auch im HTML-Format. Da Internet-Quellen flüchtig sein können, sind diese zusätzlich zu sichern. Dies erfolgt üblicherweise als PDF. Bei Abschlussarbeiten ist es oft üblich, dass diese Quellen als Anhang mitgeliefert werden. Bei Haus- und Seminararbeiten reicht oft diese auf Verlangen dem Betreuer vorlegen zu können. Dies sollte mit dem Betreuer abgestimmt werden. Aufgeführt werden:

 

  • Name, Vorname des Verfassers
  • Titel des Werks
  • Erscheinungsjahr
  • Internet-Adresse (URL) der Quelle mit entsprechendem Datum des Auffindens

 

Eine URL ist nur dann sinnvoll, wenn Sie statisch ist, sich also nicht verändert. Bei dynamischen URLs sollte die Basis-URL, ggf. mit einem Hinweis zum Auffinden der Quelle, dargestellt werden.

 

 

Konferenzbeiträge

 

Konferenzbeiträge werden in Konferenzbänden zu entsprechenden Veranstaltungen dokumentiert und publiziert. Üblicherweise entsprechen diese den Sammelwerken. Aufgeführt werden:

 

  • Name, Vorname des Verfassers / der Verfasser(s)
  • Titel des Beitrags
  • nach dem Titel ist der Zusatz "in:" einzufügen mit nachfolgend Name Herausgeber mit Zusatz Hrsg. und vollständigen Titel des Konferenzbandes
  • Erscheinungsort und -jahr des Konferenzbandes
  • Angabe der entsprechenden Seitenzahl(en)

 

Im Quellenverzeichnis sind zwei Einträge notwendig, einmal das Sammelwerk und zusätzlich der eigentlich zitierte Aufsatz.

 

Beispiel: 

 

Mustermann (2010): Mustermann, Manfred: Offene Betriebssysteme im Mobile Computing, in: Neumann, Günter (Hrsg.): Konferenz Mobile Computing und Mobile Business, Musterverlag, München 2010, S. 121 - 165

Neumann (2010): Neumann, Günter (Hrsg.): Mobile Business in Theorie und Praxis, Musterverlag, München 2010

 

 

Herstellerinformationen und technische Dokumentationen

 

Herstellerinformationen und technische Dokumentationen sind in aller Regel keine wissenschaftlichen Publikationen. Bei bestimmten Arten von Arbeiten, etwa in der Wirtschaftsinformatik oder im Ingenieurwesen, sind sie allerdings oft notwendig, bestimmte Informationen nutzen zu können. Aufgeführt werden:

 

Herausgebende Institution mit (Hrsg.) gekennzeichnet

Titel des Werks

Erscheinungsort und -jahr

Beispiel:

Muster AG (2013): Muster AG (Hrsg.): Technische Dokumentation ERD-System, Hamburg 2013

 

 

Graue Literatur

 

Von grauer Literatur sollte grundsätzlich Abstand genommen werden (Ausnahmen müssen mit dem Betreuer abgestimmt werden). Darunter fallen Quellen, die nicht über den Buchhandel oder öffentliche Bibliotheken zu beschaffen sind (Programmhefte, Seminarkataloge, Vereinszeitschriften, nicht oder noch nicht veröffentlichte Forschungspublikationen (Diplomarbeiten, Bachelor-Arbeiten, Master-Arbeiten, Dissertationen). 

 

 

Rechtsquellenverzeichnis

 

Gesetzestexte und Urteile gehören in ein separates Verzeichnis. Aufgeführt bei Gesetzen werden:

  • Gesetz, ggf. mit Bekanntmachung
  • Paragraf mit Gültigkeitsdatum bzw. Änderungsstand

Bei Gerichtsurteilen:

  • Gericht
  • Urteil mit Aktenzeichen

Beispiele:

 

BGB - Bürgerliches Gesetzbuch, § 14, Abs. 2

Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil v. 20.02.2001, Az. 20 U 194/00).

 

Wichtig: Gesetzestexte werden im Zitat mit „S.“ für „Siehe“ aufgeführte, also nicht „Vgl.“.

 

 


3. Formaler Aufbau der Arbeit

3.1 Deckblatt

 

Das Deckblatt, oder auch Titelblatt genannt, gibt der wissenschaftlichen Arbeit ihren Rahmen und wird immer als erstes gelesen. Dieser „erste Eindruck“ sollte immer positiv sein. Zu beachten sind insbesondere folgende Punkte:

 

  • zur Verfügung gestellte Vorlagen beachten
  • Grundsatz „weniger ist mehr“ anwenden; nur das geforderte darstellen
  • keine Grafiken verwenden, wenn es nicht gefordert 
  • genau eine Seite
  • diese erste Seite der Hausarbeit hat keine Seitennummerierung.

 

Folgende Inhalte umfasst das Deckblatt üblicherweise:

 

  • Namen der Hochschule
  • Bezeichnung des Studiengangs
  • Bezeichnung der Veranstaltung (Modul)
  • Titel der wissenschaftlichen Arbeit
  • Name des Dozenten
  • Name, Anschrift, Matrikelnummer und Studiensemestes des Verfassers / der Verfasserin

 

Sollte es spezielle Vorgaben der Hochschule geben, etwa für Abschlussarbeiten, sind diese unbedingt zu beachten. 

 

Beispiel für ein Deckblatt / Titelblatt:

 



 

3.2 Verzeichnisse

 

Inhaltsverzeichnis

 

Das Inhaltsverzeichnis zeigt die logische Gliederung der Arbeit und die daraus entstandenen Kapitel und Unterkapitel sowie die entsprechenden Seitenzahlen. Das Inhaltsverzeichnis ist Pflichtbestandteil einer jeden wissenschaftlichen Arbeit und zugleich die zweite Seite nach dem Deckblatt. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Überschriften im Inhaltsverzeichnis inkl. Seitenzahlen mit denen im Text übereinstimmen. Das Inhaltsverzeichnis wird meist nach dem dekadischen Abstufungsprinzip erstellt, wobei die letzte Stelle immer ohne Punkt endet. 

 

 

Abkürzungsverzeichnis

 

Bei der Verfassung einer wissenschaftlichen Hausarbeit solten grundsätzlich möglichst wenige Abkürzungen verwendet werden. Insbesondere ungebräuchliche und selbst erstellte Abkürzungen sind zu vermeiden. Fachbezogene Abkürzungen müssen in einem Abkürzungsverzeichnis festgehalten und erläutert werden.

 

Im Text der wissenschaftlichen Arbeit ist dann Folgendes zu beachten:

 

  • Bereits bei der ersten Verwendung wird der Begriff abgekürzt und nur einmal die ausgeschriebene Form in Klammern hinter den Begriff gesetzt (Beispiel: Die PMM (Projektmanagementmethoden) sind … Ferner haben die PMM einen Teil …)
  • Bei allen weiteren Verwendungen wird nur noch die Abkürzung geschrieben
  • Der abgekürzte Begriff muss dennoch auch im Abkürzungsverzeichnis aufgeführt werden

 

Abkürzungen, die im Duden stehen, sind allgemeingültig und gehören nicht in das Abkürzungsverzeichnis. Beispiele hierfür sind:

 

  • z. B.
  • usw.
  • d. h.
  • Hrsg.
  • S.
  • Sp.
  • u. a.
  • vgl.

 

Muster eines Abkürzungsverzeichnisses

 

 

Sonstige Verzeichnisse

 

Sofern Abbildungen oder Tabellen in einer wissenschaftlichen Arbeit angewendet werden, müssen diese auch in einem separaten Abbildungs- bzw. Tabellenverzeichnis aufgeführt werden. 

 

Muster eines Abbildungsverzeichnisses

 

 

 

Muster eines Tabellenverzeichnisses

 

 

Es besteht normalerweise keine Pflicht, ein Glossar anzuwenden. Ein Glossar zu führen bietet sich immer dann an, wenn besonders viele neue oder ungebräuchliche Fachbegriffe im Text benutzt werden. In diesen Fällen sollte eine Abstimmung mit dem Betreuer erfolgen.

 

Nummerierung

 

Die Verzeichnisse werden grundsätzlich römisch nummeriert. Das Inhaltsverzeichnis ist immer das erste Verzeichnis, es wird aber selbst nicht aufgeführt. Also könnten die der ersten Einträge in einem Verzeichnis beispielsweise sein:

 

II. Abbildungsverzeichnis

III. Tabellenverzeichnis

 

 

3.3 Wissenschaftliche Ausarbeitung

 

Der wissenschaftliche Inhalt, also die fachliche Struktur der Arbeit, beginnt dann mit der Einleitung, gefolgt von den inhaltlichen Hauptkapiteln und endet schließlich mit der Schlussbetrachtung. Quantitative Seitenvorgaben des Betreuers beziehen sich immer auf diesen Bereich der Arbeit, also auf die Seiten von Einleitung bis Schlussbetrachtung. Grafiken und Tabellen werden üblicherweise in dieser Berechnung mitgezählt. 

 

Die fachliche Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit ist klar an ihrer Gliederung zu erkennen. Wissenschaftliche Arbeiten haben normalerweise die folgenden Elemente (Kapitel):

  • Einleitung
  • Grundlagen
  • Ein oder mehrere inhaltliche Hauptkapitel, in denen die eigentliche Zielsetzung der Arbeit bearbeitet wird
  • Schlussbetrachtung

 

Einleitung und Schlussbetrachtung sollten eher kurz gehalten werden. 

 

 

Formatierungsvorgaben

 

Hinsichtlich des Layoutes einer wissenschaftlichen Arbeit sind folgende Punkte zu beachten:

 

  • Beschriftung einseitung und im Hochformat (gilt für Abgabe in Papierform und in elektronischer Form, z. B. als PDF-Dokument)
  • Schriftart - ist nicht zwingend vorgeschrieben, geeignet sind Times Roman, Arial und Verdana
  • Schriftgröße - 12 pt Times Roman (sofern andere Schriftarten genutzt werden, ist die Schriftgröße entsprechend der 12 pt Times Roman anzupassen, z. B. Arial in 11,5 pt)
  • Zeilenabstand - 1,5 zeilig
  • Ausrichtung - Blocksatz, möglichst mit Silbentrennung
  • Überschriften - fett hervorheben und größeren Abstand zum Text wählen
  • Randeinstellungen - es gelten folgende Richtwerte:
    • Oben: 3 cm (Seitenzahl 1,5 cm)
    • Unten: 2 cm (letzte Zeile der letzten Fußnote bis zur unteren Papierkante)
    • Links: 4 cm
    • Rechts: 2 cm
  • Fußnoten
    • Schriftgröße = 10 pt Times Roman bzw. entsprechende Schriftgröße bei anderen Schriftarten
    • einzeiliger Zeilenabstand
    • Schriftart muss identisch zum Fließtext sein
    • sind durch einen Strich vom Textteil optisch zu trennen
  • lfd. Nummerierung von Fußnoten, Abbildungen, Tabellen etc.
  • Seitennummerierung
    • alle Seiten der Arbeit (Ausnahme Deckblatt) sind innerhalb der Kopfzeile zu nummerieren
    • alle Verzeichnisse (Inhaltsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis etc.) sind beginnend mit der ersten Seite des Inhaltsverzeichnisses mit römischen Ziffern fortlaufend zu nummerieren
    • alle Verzeichnisse stehen vor dem Textteil
    • der Textteil wird beginnend mit der ersten Seite mit arabischen Ziffern fortlaufend nummeriert.

Der Höchstumfang der wissenschaftlichen Hausarbeit beträgt 15 bis 20 Seiten. Diese Angabe sollte mit dem Betreuer im Einzelfall abgestimmt werden und bezieht sich auf den Textteil ohne Verzeichnisse und Anhang.

 

 

3.4 Anhänge

 

Quellenverzeichnis

 

Das Quellenverzeichnis ist fester Bestandteil und üblicherweise erster Bestandteil des Anhangs. Details zu Aufbau und Inhalt wurden bereits im Abschnitt „Quellenverzeichnis“ erläutert.

 

 

Weitere Anhänge

 

Die weiteren Anhänge sind kein Pflichtbestandteil einer wissenschaftlichen Arbeit. Sie dienen dazu, Dokumente und Informationen beizufügen, die Sachverhalte im Textteil näher verdeutlichen. Als handelt sich dabei oft um ergänzende Angaben, die im Textteil keinen Platz finden. In einem Anhang können beispielsweise folgende Punkte aufgeführt werden:

 

  • Schaubilder, Screenshots
  • Tabellen
  • Protokolle
  • Fragebögen
  • Programmcodes

 

Beispiel für die Struktur eines Anhangs:

 

Anhang A: Quellenverzeichnis

Anhang B: Rechtsquellenverzeichnis

Anhang C: Fragebogen Umfrage

Anhang D: Interviews

 


4. Inhaltliche Struktur der Arbeit

4.1. Gliederung

 

Die Gliederung bildet die inhaltliche Struktur einer Arbeit hierarchisch ab. Ihr Endergebnis wird im Inhaltsverzeichnis durch Ergänzung der entsprechenden Seitenzahlen abgebildet. Sie spiegelt die inhaltliche Struktur und den roten Faden der Arbeit wider. Die Gliederung sollte zunächst möglichst tief strukturiert werden, weil so die inhaltliche Grundqualität der Arbeit erhöht wird. Auch ist eine tiefe Gliederung eine gute Diskussionsgrundlage mit dem Betreuer. Folgende Punkte sind insbesondere bei der Erstellung zu beachten:

 

  • Wird ein Gliederungspunkt unterteilt, so müssen mindestens zwei Unterpunkte auftauchen
  • Innerhalb einer Gliederungsebene muss nach einem einheitlichen Kriterium strukturiert werden
  • Auf einer Gliederungsebene sollten nicht zu viele Gliederungspunkte erscheinen, ggf. ist die Gliederung dann zu vertiefen
  • Bei den Überschriften sind prägnante Formulierungen mit vielen Substantiven und wenigen Füllwörtern zu wählen
  • Die inhaltliche Struktur der Gliederung muss sich sehr eng am Titel der Arbeit orientieren

 

Tipps:

  • Der Titel bestimmt die Gliederung!
  • Gliederungsüberschriften eher knapp halten!
  • Keine Aufzählungen innerhalb einer Gliederungsüberschrift (Neue 4Ps des Marketings: People, Processes, Performance, Profit)!
  • Keinen strukturierenden Sonderzeichen in Gliederungsüberschriften (, ; : & etc.)!
  • Keine Frageform in den Glliederungsüberschriften (Was ist Big Data?)!
  • Alle Überschriften einheitlich ohne bestimmten Artikel darstellen!
  • Alle Überschriften einheitlich mit einem Großbuchstaben beginnen

 

4.2 Einleitung

 

In der Einleitung wird in das Thema eingeführt, die Zielsetzung der Arbeit bestimmt sowie die methodische Vorgehensweise erläutert. Die Einleitung kann, muss aber nicht entsprechend untergliedert werden

Im Rahmen der Einführung ist zunächst das Thema zu problematisieren, also dessen aktuelle Bedeutung und ggf. aktuelle Entwicklungen dazu. Sie dient dazu, das Thema dem Leser vorzustellen.

 

Die Zielsetzung ist Darstellung des gewünschten Ergebnisses der Arbeit. Diese wird üblicherweise in einem einzigen kompakten Satz formuliert. Alternativ kann eine Ausgangs-Hypothese formuliert werden. Ggf. können zusätzliche Einzelfragen erstellt werden, also Leitfragen (Was-Fragen, keine Wie-Fragen), die anschließend bearbeitet und beantwortet werden (Welchen Beitrag soll die Hausarbeit leisten? Was will man erreichen bzw. beweisen? Was wird kritisch hinterfragt? etc.)

 

Die Darstellung des methodischen Vorgehens und der Aufbau der Arbeit umfasst den Einsatz von Methoden vor Problemlösung sowie die Darstellung des Aufbaus der Arbeit anhand der einzelnen Kapitel. 

 

Es gilt die Faustregel, dass der Umfang der Einleitung nicht mehr als 5% des gesamten inhaltlichen Umfangs umfassen sollte.

 

 

4.3 Grundlagen

 

Im Abschnitt Grundlagen werden die wichtigen Begriffe des Themas geklärt. Insbesondere die Fachbegriffe im Titel der Arbeit ist hier zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollten hier die eingesetzten Methoden sowie das betrachtete Unternehmen (bei Praxisarbeiten) vorgestellt werden. Bei den Methoden geht es nicht darum, diese lehrbuchartig zu erläutern, sondern viel mehr um eine kurze Vorstellung dieser mit Bewertung der Vor- und Nachteile. 

 

 

4.4 Inhaltliche Hauptkapitel

 

Der Hauptteil stellt die eigentlich Substanz der Arbeit dar. Er umfasst mehrere Abschnitt, die fachlich benannt sind (der Begriff „Hauptteil“ taucht also nicht in der Gliederung auf).

 

Wichtig ist hier ein nachvollziehbares Vorgehen auch schon in der Gliederung zu wählen, z. B die Strukturierung nach einem Phasenmodell, einer Architektur oder einer anderen methodischen Strukturierung der Thematik. Erst wenn diese Struktur klar und plausibel ist, sollten die Inhalte der wissenschaftlichen Hausarbeit geschrieben werden. Hierbei sind folgende grundlegenden Aspekte zu beachten:

 

Text verfassen: Zunächst sollten die Kapitel Einleitung und der Schlussbetrachtung lediglich skizziert werden, weil diese nach der Erstellung des Hauptteils zielgerichteter zu umzusetzen sind. Es ist nicht immer sinnvoll, von vorne nach hinten zu schreiben, die frühe Konzentration auf die wichtigen Hauptkapitel kann durchaus effektiver sein. 

 

 

4.5 Schlussbetrachtung

 

In der Schlussbetrachtung werden die Ergebnisse zusammen gefasst und ein Ausblick auf weitere Entwicklungen oder notwendige Arbeitsschritte gegeben. Die Schlussbetrachtung enthält keine neuen Erkenntnisse, sondern fasst die zuvor erarbeiteten zusammen.

 

Der Schluss bildet gemeinsam mit der Einleitung den Rahmen für den Hauptteil. Auf die in der Einleitung formulierten Fragen bzw. Ziele ist noch einmal einzugehen. Sollten Punkte offen geblieben sein, so muss das erwähnt und begründet werden. Der Schlussteil sollte immer ein Resümee (Interpretation und Bewertung der Ergebnisse) und einen Ausblick auf weitere mögliche Arbeiten bzw. Entwicklungen enthalten. Als Faustregel für den Umfang des Schlussteils gilt ca. 5% des Gesamttextes (ungefähr gleicher Umfang wie Einleitung).

 


5. Bewertungskriterien

Bei der Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten werden Formal- und Inhaltskriterien unterschieden. Die Formalkriterien müssen erfüllt sein, sonst ist mit Abwertungen zu rechnen. Sie können sich also nur negativ, nicht positiv auf die Note auswirken. Die Inhaltskriterien bestimmen letztendlich die Note der Arbeit, sofern es keine Abwertungen durch nicht erfüllte Formalkriterien gibt.

 

5.1 Formalkriterien

 

Vollständigkeit

 

Die Arbeit ist vollständig, wenn alle geforderten Elemente (Deckblatt, Verzeichnisse, Anhänge, Erklärungen) enthalten sind.

 

Gestaltung

 

Die Gestaltung wird anhand des jeweils gültigen Leitfadens überprüft (z. B. Textgrößen, Ränder)

 

Rechtschreibung und Grammatik

 

Es gilt die aktuelle Rechtschreibregelung nach Duden.

 

Literaturverzeichnis

 

Das Verzeichnis muss einheitlich und korrekt sein.

 

Umfang

 

Der Umfang der Arbeit wird anhand der Vorgaben des Betreuers bzw. der Hochschule überprüft.

 

 

5.2 Methodeneinsatz

 

Methodenauswahl

 

Die Methoden sind problembezogen auszuwählen.

 

Methodenanwendung

 

Die Anwendung der Methode muss zur Problemlösung beitragen, angemessen - auch im Aufwand - sein und sie muss nachvollziehbar sein.

 

Interpretation der Ergebnisse

 

Es werden der Problembezug, die Ausgewogenheit, die Nachvollziehbarkeit sowie die Vollständigkeit der Interpretation beurteilt.

 

 

5.3 Inhaltliche Kriterien

 

Gliederung

 

Es werden Logik, Problembezogenheit und Stringenz der Gliederung bewertet.

 

Problemstellung und Zielsetzung

 

Im Rahmen der Einleitung müssen Problemstellung und Zielsetzung klar definiert sein.

 

Argumentation

 

Es werden Ausgewogenheit, Logik, Neutralität, Problemlösungsprozess und Stringenz beurteilt

 

Sprachlicher Ausdruck

 

Die Nachvollziehbarkeit, die Verständlichkeit sowie eine zweckmäßige Verwendung von Fachbrgriffen muss gewährleistet sein.

 

Problemlösung

 

Es werden die Breite und die Tiefe der Problemdurchdringung, die Eigenständigkeit der Problemlösung sowie die kritische Reflexion des Themas beurteilt.

 

 

 


6. Projektmanagement

Am Anfang einer jeden wissenschaftlichen Hausarbeit steht die Zielfestlegung. Jeder Autor muss eine Antwort auf folgende Fragen finden:

 

  • Welchen Erkenntnisgewinn soll die Hausarbeit bringen?
  • Welche Aspekte werden kritisch hinterfragt?
  • Welcher Zeitplan muss eingehalten werden?
  • Welche Qualitätskriterien sind einzuhalten?

 

Dabei ist es wichtig, dass alle gesteckten Ziele immer verständlich, realistisch und messbar, d. h. für den Leser nachvollziehbar sind.

 

6.1 Aufgaben- und Zeitplanung

 

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit ist immer an feste Termine gebunden. In der Regel werden vom Betreuer Anfangs- und Endtermin festgelegt. Es ist wichtig, die zur Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen und allen Phasen bis zur Abgabe der Hausarbeit terminlich genügend Rechnung zu tragen. 

 

Ein sorgfältiges Projektmanagement ist eine wichtige organisatorische Grundlage für den Erfolg der Arbeit. Es können folgende Phasen unterschieden werden:

 

Phase 1: Themenfindung

 

Bei der Themenfindung gibt es häufig keine Alternativen, da viele Betreuer in ihren Veranstaltungen Themen vorgeben. In diesen Fällen muss nach Neigung und Interesse entschieden werden. In den Veranstaltungen, in denen Themen frei wählbar sind, besteht auf der einen Seite eine große Chance für den Autor selbständig Ideen zu generieren und somit ein entsprechend auf den Verfasser zugeschnittenes Thema zu finden. Auf der anderen Seite besteht allerdings auch die Aufgabe bzw. sogar die Gefahr, das "richtige" Thema zu recherchieren. Bei frei wählbaren Themen muss in jedem Fall immer der Betreuer mit einbezogen werden, der das Thema im Vorfeld beurteilen bzw. genehmigen sollte. In beiden Fällen bietet sich an, grobe Literaturrecherchen durchzuführen, um ein deutlicheres Bild zur Eignung eines Themas zu bekommen.

 

Phase 2: Recherche

 

Für die Recherche nach geeigneter Literatur empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

 

A. Orientierung

  • Wikipedia / Google
  • Online-Datenbanken
  • Bibliotheken
  • Ergebnis: Rechercheverzeichnis

 

B. Sichtung

 

  • Artikel querlesen und kategorisieren
  • Artikel beschaffen
  • Ergebnis: Beschaffungsverzeichnis

 

C. Prüfung

 

  • Lesen
  • Zuordnen / Kategorisieren
  • Inhalte in die Gliederung der Arbeit integrieren
  • Ergebnis: Quellenverzeichnis

 

Phase 3: Fachliche Abstimmung mit dem Betreuer

 

Sofern das Thema frei wählbar ist, muss als erstes das Thema vom Betreuer genehmigt werden. Es empfiehlt sich neben dem Thema auch die Ziele mit dem Betreuer abzustimmen. Nachdem die Literaturrecherche abgeschlossen und die Gliederung erstellt ist, sollte diese ebenfalls mit dem Betreuer besprochen werden. Dies ist keine Pflicht, allerdings ratsam, da der Betreuer wertvolle Hinweise zu den Inhalten geben kann. Außerdem bekommt der Verfasser eine Sicherheit für sein Vorgehen, bevor mit dem Schreiben der einzelnen Bestandteile einer wissenschaftlichen Hausarbeit begonnen wird. Zusammenfassend sollte der Verfasser in folgender Reihenfolge eine Abstimmung mit dem Betreuer vornehmen:

 

  • Ziel(e), Thema
  • Gliederung
  • gewählte bzw. genutzte Literatur

 

Phase 4: Strukturieren und Schreiben

 

Nach den vorbereitenden Maßnahmen erfolgt die detaillierte Strukturierung der Ideen und das Verfassen des Textes. Dabei haben die beiden Komponenten zeitlich wechselwirkende Beziehungen zueinander. Das heißt, zu Beginn dieser Phase ist das Strukturieren wesentlich größer als das Schreiben. Das Strukturieren nimmt im Laufe der Phase immer weiter ab und das Schreiben gewinnt zunehmend an Bedeutung.

 

QS und Abgabe

 

Nachdem die Hausarbeit fertiggestellt wurde, sollte noch genügend Zeit zur Qualitätssicherung bleiben, die auf zwei verschiedene Arten erfolgen sollte:

 

  • Eigenkorrektur
  • Fremdkorrektur

 

Es empfiehlt sich, die Eigenkorrektur einige Tage nach Abschuss der Arbeit vorzunehmen, damit genügend Abstand gewonnen wurde und der Autor nicht mehr zu stark unter dem Einfluss des Schreibens steht. Die Eigenkorrektur beinhaltet folgende Punkte:

 

  • Rechtschreibprüfung durch die Textverarbeitung
  • Korrektur lesen (Sprache, Wort- und Textwiederholungen etc.)
  • Prüfung der formalen Struktur (Seitenränder, Literaturverzeichnis etc.)

 

Die Fremdkorrektur sollte von einem Lektor vorgenommen werden, der nicht viel vom Thema versteht (z. B. Freund, Freundin). Bei der Fremdkorrektur kommt es darauf an, dass der Lektor die Zusammenhänge versteht und das richtige Bild von der Arbeit erhält. Sollte der Lektor nur durch häufiges Nachfragen die Hausarbeit verstehen, so ist eine entsprechende Überarbeitung zu empfehlen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird deutlich, wie wichtig es ist, der Qualitätssicherung genügend Zeit einzuräumen.

 

Im Anschluss an die Qualitätssicherung erfolgt schließlich die Abgabe der wisschenschaftlichen Hausarbeit. Hier hat sich der Autor an die Angaben des Betreuers zu halten. Folgende Formen der Abgabe sind in der Praxis üblich:

 

  • Abgabe in Papierform
  • Abgabe in elektronischer Form (z. B. PDF-Dokument)

 

Phase 6: Feedback

 

Wissenschaftliche Hausarbeiten sind die Vorstufe zur wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Daher sollten nach der Bewertung Verbesserungspotenziale analysiert werden. Über die Note allein bekommt man normalerweise kein ausreichendes Feedback, um die eigenen Leistungen zu verbessern. Umso wichtiger ist es nach Bekanntgabe der Note auch zu klären, welche Verbesserungspotenziale bestehen bzw. welche inhaltlichen oder formalen Fehler gemacht wurden. Viele Betreuer geben heute bereits zumindest in Kurzform Hinweise bzw. Korrekturnotizen weiter. Sollte das nicht geschehen, ist es legitim den Betreuer z. B. per eMail zu fragen, welche Empfehlungen er für zukünftige Arbeiten hat. Auf eine freundliche Anfrage reagieren auch die gestresstesten Menschen normalerweise immer ebenfalls mit einer zielführenden Antwort. Sollte es alternativ die Möglichkeit der Einsichtnahme geben, können natürlich auch die Korrekturnotizen hilfreich sein und sollten entsprechend eingesehen werden.

 

 

6.2 Motivationspapier

 

Bei der Planung wissenschaftlicher Arbeiten spielen Motivationspapiere eine wichtige Rolle. Synonyme Begriffe sind Exposé oder Proposal. Darin werden das Thema und die Problemstellung dargestellt sowie der aktuelle Stand des Wissens auf dem Gebiet angegeben. Ein Motivationspapier ist auch eine wissenschaftliche Projektplanungsunterlage und somit Basis für ein effizientes Projektmanagement beim wissenschaftlichen Arbeiten. 

 

 

Typische Elemente sind:

  • Titel der Arbeit
  • Zielsetzung der Arbeit
  • Relevanz der Thematik
  • Persönliche Zielsetzung
  • Adressaten
  • Vorgehensmodell (nicht zeitlicher Ablauf!) und Methodik
  • Erste Gliederung (mindestens bis zur 3. Ebene bei den zentralen Abschnitten)
  • Quellensituation
  • Vorwissen zu der Thematik
  • ggf. Aufwand? Zeitplan? Abhängigkeit von externen Einflüssen
  • ggf. Berührungspunkte mit bereits erstellten Hausarbeiten etc.

 

 

6.3 Kommunikation mit dem Betreuer

 

Die verfügbare Zeit für persönliche Gespräche mit dem Betreuer ist normalerweise knapp. Daher sollten entsprechende Besprechungen gut vorbereiten werden. Die folgende Checkliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und nicht jeder Punkt muss unbedingt mit dem Betreuer abgestimmt werden. Vieles liegt im Ermessen des Autors oder wird bereits vom Betreuer vorgegeben.

 

Fachliche Themen

  • Titel der Arbeit
  • Zielsetzung
  • Gliederung
  • Verwendete Literatur
  • Methodeneinsatz
  • Spezielle inhaltliche Fragen

 

Organisatorische Themen

  • Zeitplan / Meilensteine
  • Arbeitstechnik
  • Nächster Besprechungstermin

 

 


7. Anhang

7.1 Links / Literaturempfehlungen

 

Links

 

Flipboard Wissenschaftliches Arbeiten

 

WebSite Uwe Kern

 

Facebook Uwe Kern

 

Literaturempfehlungen

 

Kornmeier, Martin: Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht für Bachelor, Master und Dissertation, 7. Auflage, UTB, 2016, ISBN 3825246019

 

Stickel-Wolf, Christine; Wolf, Joachim: Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken: Erfolgreich studieren - gewusst wie! Gabler Verlag; 8. Auflage, 2016, ISBN 365811116X

 

 

7.2 FAQ

 

Frage Antwort
Sollten Grafiken und Bilder verwendet werden?  Ja, strukturierenden Grafiken und Tabellen sind sind Teil der Leistung und vereinfachen das Lesen.
Können Grafiken aus dem Internet verwendet werden? Prinzipiell erstellt man Grafiken neu, auch wenn Sie 1:1 übernommen werden. Außerdem sind Bildrechte zu beachten! In jedem Fall ist die Quelle zu nennen.
Muss ein Hauptkapitel immer mit einer neuen Seite beginnen? Kann, aber muss nicht.
Muss zwischen zwei Gliederungsebenen immer Texte integriert werden, z. B. zwischen 3.1 und 3.1.1? Diese sollte nur gemacht werden, wenn es sinnvoll ist. Es besteh keine Pflicht dies zu tun.
Sollte am Beginn eines Hauptkapitels dargestellt werden, was in dem Kapitel bearbeitet wird? Nein.